Die Künstlerin Regina Wahlmüller überzeugt mit ihren abstrakten Acrylmalereien, in denen das Spiel mit Farben und Formen, mit Licht und Schatten im Mittelpunkt steht. Die hier gezeigten vier Werke kreisen um eine Farbpalette aus Erd- und Naturtönen. Dicht aufgetragene Farbflächen verwischen, ihre Grenzen gehen fließend ineinander über und erzeugen eine lebendige, offene Bildstruktur.
Im rechteckigen Werk verdichten sich in der Bildmitte verschiedene Formen, deren intensives Kolorit sich deutlich vom helleren Untergrund abhebt. Diese Farbfelder drängen sich zu einem malerischen Zentrum zusammen. Mehrere übereinandergelegte Farbschichten steigern sich nach oben hin zu einer dunkleren, schräg verlaufenden Zone, die das Bild auch in seiner Farbkomposition gliedert und Spannung erzeugt.
Als Betrachter beginnt man unweigerlich, nach Assoziationen zu suchen. Die Farbigkeit und die Formen können an natürliche Strukturen erinnern – an Sand, Gestein, Blüten oder Feuer. Vielleicht ist es aber gerade das freie Zusammenspiel von Farbe und Form, das den Bildern ihre besondere Dynamik verleiht und den Blick bindet. Diese Offenheit ist bewusst gewählt: In Wahlmüllers künstlerischer Arbeit steht der Prozess im Zentrum. Zwar folgt sie einer Idee der Farbzusammensetzung, begegnet dem Bild jedoch stets intuitiv und lässt ihm Raum, sich im Entstehen selbst zu entwickeln.